Das Schwert des Paladins
Kapitel 1 - Das Amulett
Ich saß wieder mal auf der Bank gegenüber der Schmiede. Seit Bennet, ein Schmied zu den
Söldnern kam, hat Lee ihn statt mich zum Chef des Waffenlagers gemacht. "Verdammt, ich brauch endlich einen Job."
Und so ging ich zu Torlof und fragte nach einer Aufgabe. Dieser sagte: "Du kannst die Feldräuber erledigen.“
Ich seufzte. "Na gut." Feldräuber töten. Naja, Besser als nichts.
Also ging ich zuerst Richtung Bengars Hof und tötete in verbitterten Kämpfen viele Feldräuber. Ich hatte sie einzeln angelockt um sie dann mit gezielten Schlägen in Beliars zu schicken. Als Ich dies erledigt hatte, machte ich mich auf den Weg zur Mühle, Wo auch noch welche rumlungerten. Diese waren jedoch schlauer und riefen, als ich ankam, ihre Freunde. Ich stand nun 10 Feldräubern Gegenüber, die Zehn Meter weit weg waren. Ich schickte mehrere Pfeile ab, die 3 Feldräuber töteten. Das freute diese aber überhaupt nicht, und sie kamen näher. Ich steckte meinen Bogen weg und nahm mein Schwert. Mit einem schnellen Hieb tötete ich einen, jedoch traf mich ein anderer am Arm und ich erkannte, dass ich nur mit Kraft allein nicht gewinnen konnte. Ich lief schnell um die Feldräuber herum. Meinen blutenden Linken Arm beachtete ich gar nicht. Sie konnten sich nicht schnell drehen. Einen hinteren streckte ich mit einem Schwertstich nieder, den ich genau platziert hatte, um so den Panzer zu zertrümmern. Der Jäger Grom hatte mir das beigebracht. Das, sowie auch wie man den Viechern die Zangen ausreißt. Das hatte ich bei den anderen natürlich auch gemacht und jetzt hatte ich schon eine Menge davon, die ich später verkaufen konnte.
Ein Feldräuber hatte sich inzwischen vollends umgedreht und ich tötete ihn leicht. Jetzt waren nur noch 4 von diesen Biestern übrig. Ich lief ein Stück weg und hatte dann schon wieder meinen Bogen in der Hand. Ich hatte nur noch neun Pfeile dabei. Sieben Davon gingen für die Feldräuber drauf, die jetzt alle tot waren. Da wurden mir plötzlich 2 Banditen gewahr, die mit erhobenen Waffen aus dem Wald kamen, an dessen Rand ich jetzt stand. Ich erkannte sie noch rechtzeitig, um die beiden letzten Pfeile auf die Banditen abzuschießen, die getroffen zu Boden sanken. Dann gab ich ihnen einen letzten Schwerthieb und sie waren tot. Ich erkannte die Banditen. Sie haben schon seit einer Woche Sekobs Hof unsicher gemacht. "Das wird Torlof freuen." dachte ich mir, als ich ihnen ihre Ausrüstung nahm.
Dabei fiel mir ein funkelndes Amulett bei einem auf. Ich nahm es neugierig in die Hand.
Von dem Moment an, als ich es berührte fühlte ich eine Macht. Eine Böse Macht. Ich verspürte den Drang, es anzulegen. Ich, nein, mein KÖRPER war schon dabei, als in meinem Kopf eine Stimme ertönte. „Tue es nicht!“ rief sie. Ich verharrte. Unbeweglich. In meinem Kopf ist ein Konflikt entstanden. Der unbegründete Drang, das Amulett anzulegen und die Stimme, voller Reinheit.
Ich entschied sich für das Richtige und wickelte das Amulett schnell in einen Lumpen, den ein Bandit bei sich hatte. Der Drang verschwand, die Stimme erstarb. Trotzdem hatte ich das Gefühl, das Richtige getan zu haben. „Ich muss wissen was das ist. Aber wer kann mir dabei helfen? Auf dem Hof sicher nicht.“ Murmelte ich vor mir her. Ich wollte das auf später verschieben.
Kapitel 2 – Die Feuermagier
Als ich wieder auf dem Hof war, legte ich das seltsame Amulett und das Gold, das mir die Feldräuberzangen gebracht haben, in den Doppelten Boden meiner Truhe, wo ich alle meine wertvollen Sachen deponierte. Ich berichtete Torlof das der Auftrag erledigt sei.
Es war schon spät und ich ging mit ein wenig Gold in die Küche und bestellte bei Thekla einen Teller ihres berüchtigten Eintopfs und ein Bier. Ich bin wohl der einzige Söldner den Thekla leiden kann, denn nur ich bekam den Eintopf, allerdings nur, wenn ich etwas Gutes vollbracht hatte. Sie fragte wieder: „Na. Was hast du heute gemacht?“ „Ich hab ne Menge Feldräuber erledigt und brauch jetzt mal ne Pause.“ Antwortete ich. „Na dann kannst du bestimmt einen starken Eintopf gebrauchen. Für das Bier musst du allerdings bezahlen.“ Sie stellte mir einen Teller Eintopf hin. Ich legte meine Goldmünzen auf den Tisch und sie gab mir noch eine Flasche Bier. Beim Essen überlegte ich, was es mit dem Amulett auf sich haben könnte.
Es war schon spät und ich ging ins Bett und mein Freund Cord sah mich, als er reinkam, in Gedanken versunken daliegen. „Was ist los mit dir?“ fragte er. „Was?“ antwortete ich etwas durcheinander. „Ist was.“ „Nein, du siehst bloß so komisch aus.“ „Ach das…“ „Komm erzähl es mir. Was bedrückt dich?“ „Nun ja…“ Ich erzählte ihn von den Feldräubern, den Banditen und dem Amulett. „Ich versteh einfach nicht was das soll!“ rief ich aus. „Mmh… Frag doch mal die Feuermagier. Die kennen sich damit doch aus!“ sagte Cord nachdem ich geendet hatte.
„Aah, warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen? Ich geh gleich Morgen los.“ „Ich komme mit.“ Sagte Cord und ich war baff. „Warum?“ „Erst einmal bin ich dein bester Freund und zweitens will ich auch wissen was dahinter steckt.“ „Ich bin wirklich froh dass du mitkommst. Die Wege sind gefährlich geworden.“ Sagte ich mit einem lauten Gähnen und schlief ein.
Der nächste Tag brach an. Langsam kam Leben auf den Hof. Einige Bauern gingen gähnend auf die Felder. Ich trat gerade in Begleitung von Cord aus dem Haupthaus, als gerade Lee aus der Kapelle kam. Wir grüßten ihn. „Hey, wollt ihr irgendwo hin?“ fragte Lee. Der Mann schien Gedanken lesen zu können. Ich nahm 150 Goldstücke, das Amulett und Proviant mit.
„Ähm, nun ja…“ Es blieb uns nichts anderes übrig als es ihm zu erzählen. „Mmh. Mir gefällt es gar nicht dass ihr einfach abhaut, aber die Sache scheint wichtig zu sein. Geht nur und erstattet mir Bericht wenn ihr zurück seid.“ Sagte er uns. Leise fügte er hinzu: „Passt auf euch auf“
Wir gingen also los, und nach einer Stunde kamen wir am Kloster der Feuermagier an.
Der Novize wollte uns zuerst nicht einlassen, aber wir drängten so lange, bis er einen Magier holte. Ich erklärte ihm die Situation und er ließ uns sofort zu Pyrokar vor.
„Was du sagst ist sehr beunruhigend. Wir werden das Amulett untersuchen und lassen euch kommen wenn wir fertig sind. Nun geht!“ Sagte Pyrokar bestimmend. Als ich und Cord wieder zum Hof laufen wollten, trafen sie plötzlich auf eine Menge Monster die vorher noch nicht da waren. Darunter waren: Wölfe, Scavenger, Molerats, Goblins, Feldräuber und Riesenratten. „Wo kommen nur diese Monster plötzlich her?“ fragte Cord. „Ich weiß es nicht. Es könnte etwas mit dem Amulett zu tun haben.“ Antwortete ich. Die ganzen Monster zu besiegen kostete viel Kraft und Zeit. Es dämmerte schon, also beschlossen wir, ein Zimmer in der Taverne „Zur toten Harpie“ zu nehmen. Bei Orlan, dem Wirt, kauften wir noch was Heißes zum Abendessen. Dafür gingen insgesamt 50 Goldstücke drauf.
In dem kleinen Zimmer diskutierten wir noch lange über die Herkunft der Monster. „Vorher waren sie noch nicht da.“ Sagte ich und Cord antwortete: „Ja. Das ist schon sehr seltsam. Die Viecher kommen direkt aus Beliars Reich. Hoffentlich finden die Feuermagier was heraus.“
Es dauerte nicht mehr lange, bis der Schlaf sie übermannte und sie einschliefen.
Am nächsten Tag aßen sie noch was in der Taverne (20 Goldstücke!) und gingen hinaus. Sie wollten gerade in Richtung Hof gehen, als sie von einem Novizen abgepasst wurden.
Dieser war sehr aufgeregt und erzählte hastig: „Gut dass ich euch hier treffe! Die ganzen Monster auf dem Weg waren schwer zu umgehen. Zum Hof werden sich sicher noch mehr rumtreiben! Ihr müsst sofort zum Hohen Rat! Sie haben etwas herausgefunden!“
Kapitel 3 – Die Suche beginnt
„Was? Noch mehr Monster? Wir hatten gestern doch schon haufenweise erledigt. Wie kann das sein?“ fragte ich völlig baff. Cord zuckte nur mit den Schultern. Der Novize sagte nur: „Darüber müsst ihr auch mit dem hohen Rat reden. Folgt mir!“ Sie gingen also zurück zum Kloster, jedoch führte der Novize sie rechts über die Felsen.
Gleich als Die Söldner das Kloster verlassen hatten, durchforschte der hohe Rat die Bücher. Sie haben etwas gefunden und sofort einen Novizen losgeschickt, die Söldner zu holen.
Lee wurde unruhig, als die Helden nicht zurückkamen, und sand Gorn und Diego aus, sie zu finden.
Endlich sind wir am Kloster angekommen. Der Novize ließ uns ein und verschwand in einem Gemach. Ich und Cord gingen in die große Kirchenhalle direkt zur riesigen Innos-Statue, wo der Hohe Rat saß. Pyrokar redete schnell und atemlos: „Wir haben die alten Bücher durchsucht und haben im Zusammenhang mit diesem Amulett eine Schrift gefunden, in der von dem heiligen Schwert des Paladins die Rede ist. Damit hatten der Auserwählte und seine 5 Freunde den Avataren Beliars getötet. Auch war die Rede von Horden von Monstern…“ „Ja! Wir sind schon welchen begegnet. Es waren wahrhaftig Horden…“ fiel ich ihm ins Wort.
Pyrokar sprach weiter als wäre nichts geschehen: „… die das Land überschwemmen um zu verhindern das dies geschah. Diese Geschichte wird sich nun wiederholen, wie es aussieht.“
Serpentes sagte in seinem gewohnt erhabenen Tonfall: „Wir glauben, das DU der Auserwählte bist und mit 5 guten Freunden dieses Rätsel lösen musst.“ „Ich? Aber… Das kann doch nicht…“ stotterte ich. Ich sollte ein Auserwählter Innos sein? Ich Söldner?
Ulthar begann mit seiner rauchigen und schwachen Stimme zu sprechen: „Wir haben ein Auszug eines Rätsels gefunden, Wenn ihr dieses gelöst habt, solltet ihr das Schwert finden können.“ Das alles hatte uns beide überrumpelt. Cord brach kein Wort mehr heraus. Ich ein paar Augenblicke ach nicht, aber dann konnte ich wieder sprechen: „Aber… wie sollen wir das Rätsel lösen wenn das nur ein Auszug ist?“ „Nun sprach Pyrokar wieder: „Der Zettel, den wir im Buch gefunden haben, ist in drei Teile zerrissen. Der 1. Teil blieb im Buch, die anderen beiden wurden versteckt, wobei der letzte den Aufenthalt des Schwertes, natürlich in einem Rätsel wie es aussieht, preisgibt. Ihr müsst das Schwert und somit auch die fehlenden 2 Teile der Schriftrolle finden und den…“ er wurde Jäh unterbrochen, als der Wassermagier Vatras die Tür aufstieß. Er beendete den Satz für Pyrokar: „…Avataren Beliars töten und das Gleichgewicht der Welt wieder herstellen. Beliar ist schon zu mächtig geworden.“ Jedem überraschte es, das Vatras hier auftauchte. Aber noch überraschender war seine Begleitung: Gorn, Diego und Milten kamen mit ihm herein. Diego rief: „Sieht so aus als wären wir jetzt insgesamt sechs.“ Milten ergänzte: „Du, der Auserwählte Innos…“ „Und 5 deiner Freunde!“ beendete Gorn. Das war eine Beeindruckende Vorstellung gewesen.
Also war es klar: Die Geschichte wiederholt sich und wir, also Ich, Cord, Diego, Milten, Vatras und Gorn, spielten eine entscheidende Rolle.
Ich hatte das gehörte derweil verarbeitet und bekam so einen klaren Kopf und konnte überlegen was wir tun sollten. Auf dem Zettel stand folgendes Rätsel:
Im Norden ist ein See. Unterwasser ist das, was Überwasser zuhauf zu finden ist. Der nächste Teil ist dort versteckt, doch einfach wird es nicht. Nimm vom Alphabet jede 2. Letter, und vertausche die Reihenfolge.
Wir saßen alle in der Kapelle bei Onars Hof. Lee kam auch dazu, um uns zu helfen das Rätsel zu lösen. „Unterwasser ist das, was überwasser zuhauf zu finden ist. Was soll das Bedeuten? Was ist Unterwasser?“ fragte ich. Lee warf ein: „Hier au der Insel gibt es eine Menge Höhlen. Vielleicht könnte es das sein?“ „Lee, du bist wirklich ein Genie. Und da gibt es wahrscheinlich irgendein Rätsel, wo wir das andere Zeug gebrauchen können. Wie war das? Jeder zweite Buchstabe vom Alphabet. Das sind dann BDFHJLNPRTVXZ.“ Überlegte Gorn. Milten erzählte weiter: „In die andere Reihenfolge sind das ZXVTRPNLJHFDB: Das werden wir brauchen.“ Diego: „Ja Das schreiben wir auf. Aber jetzt lasst uns erstmal den See finden!“
„Ganz in der nähe des schwarzen Trolls ist ein See. Das könnte er sein.“ Sagte Gorn.
„Dann“, meldete sich Vatras, „sollten wir keine Zeit verlieren und sofort aufbrechen.“
Lee rüstete Diego und mich noch mit schweren Söldnerrüstungen aus, und wir machten uns auf den Weg. Kaum waren wir an Dragomirs Lager vorbei, sahen wir schon ein sehr großes Rudel Wölfe stehen. „Kein Problem !“ Sagte Milten und ließ einen Feuersturm direkt in die Mitte des Rudels los. Doch nur einige Wölfe starben, die anderen liefen zornig direkt auf die Freunde los. „OK. Doch ein Problem.“ Sagte Milten verwundert darüber, das der Feuersturm so wenige getötet hatte. Jetzt ging der Kampf los. Milten und Vatras ließen noch eine Menge Zauber auf die wütende Meute los, ich und Diego schossen etliche Pfeile ab und als die Wölfe ankamen erledigten Cord und Gorn den Rest. Alle waren ziemlich geschwächt und so beschlossen wir, uns etwas auszuruhen und in der Nacht weiterzulaufen, weil da die Tiere schlafen würden. Es wurde Abend. Ein lauer Sommerwind pfeifte sanft durch die Schlucht. Wir hatten uns beim Innos Schrein ein Lager eingerichtet. Ich stand jetzt Wache und seufzte. Warum musste mir das passieren? Dachte ich. Es fing alles mit diesem komischen Amulett an, das die Banditen dabei hatten. Aber woher hatten sie es? Auf diese Frage hatte ich noch keine Antwort, noch nicht.
Ich ging den Berg noch ein Stück weiter hoch und sah etwa 500 Meter entfernt 3 große Gestalten mit Hörnern spitz wie Schwerter schlafen. Meine Augen weiteten sich. „Verdammt!“ die Tiere begannen sich zu regen. Ich lief so schnell zurück zum Lager als hätten mich die Blutfliegen gestochen und rief laut: „Schattenläufer! 3 Stück!“
Die anderen fuhren sofort hoch. Diese Biester waren verdammt zäh. Pfeile konnten ihnen kaum was anhaben. Vatras und Milten machten sich bereit indem sie eine Flammenkugel in ihrer Hand entstehen ließen. Wir anderen zogen unsere Schwerter und gingen langsam los. Plötzlich kam ein Schattenläufer aus der Dunkelheit direkt auf Cord zu. Dieser war völlig überrascht und konnte sein Schwert nicht rechtzeitig heben. Gorn geistesgegenwärtig sprang vor Cord und schlug dem Biest glatt den Kopf ab. „Einer im Sack, zweie noch übrig.“ Sagte Gorn siegesgewiss. Die nächsten ließen sich jedoch nicht blicken und deshalb gingen wir über den Berg. Kein Schattenläufer war mehr zu sehen. Nicht der Schatten einer solchen Bestie.
„V-vorhin waren aber noch drei da.“ Stotterte ich verwundert. Ich konnte mir nicht denken was das sollte.
Wir gingen wieder zurück zum Lager und aßen noch zu Abend, bevor wir einschliefen.
Kapitel 4 – Seltsame Ereignisse
Ich wachte früher auf als die anderen. Im Gegensatz zum vorherigen Abend war es heute sehr kühl und ich zündete das Feuer wieder an, das über Nacht ausgegangen war. Ich briet mir gerade eine Scavengerkeule, als Cord erwacht. „Aah… Bist du schon wach?“ fragte er unter einem gähnen. „Nein, ich schlafwandle nur.“ Antwortete ich. „Immer noch der gleiche Scherzkeks.“ Sagte er lachend und briet ebenfalls ein Stück Fleisch. Nach und nach erwachten auch alle anderen. Wir hatten keine Worte zu wechseln und so zogen wir auch bald weiter. Als wir gerade zu einer Brücke kamen und herüber gingen, sagte Gorn, der der letzte war: „Komisch das bisher noch nichts passiert ist.“ Just in diesem Moment brich das Holzbrett, auf dem Gorn gerade eben getreten war, unter lautem Krachen zusammen. Gorn war völlig überrascht und Diego, der direkt vor ihm war, griff nach seiner Hand. Er hatte unglaubliche Reflexe. Wir anderen eilten ihm natürlich sofort zur Hilfe, den allzu lange konnte Diego Gorn nicht festhalten. Mit vereinten Kräften zogen wir ihn hoch und machten uns von der Brücke.
„Puh. Das war knapp. Danke Jungs!“ „Und wie knapp das war. Um ein Haar wärst du abgestürzt!“ keuchte Milten. „Weiter geht’s!“ sagte ich.
Nach kurzer Zeit kamen wir an eine Weggabelung. Rechts war in der Ferne eine große Pyramide zu sehen. Davor stand noch ein sehr großes etwas, was keiner erkennen konnte. Wir gingen auf dieses etwas zu. Es drehte sich um und wir sahen in das Gesicht eines Trolls. Ich war so voller Angst, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte und den anderen ging es genauso. Der Troll kam auf uns zu. Kurz bevor er angekommen war, entriss ich mich aus dem Angstzustand und zog entschlossen mein Schwert. Der Toll sprang und ich holte aus. Es geschah in Sekundenbruchteilen. Ich schlug zu und verfehlte das Monster knapp. „Jetzt ist alles aus!“ dachte ich, als hinter uns plötzlich das Gebrüll zweier Schattenläufer ertönte, die gerade zum Sprung ansetzten. Es geschah das, was wohl niemals zuvor geschehen ist. Der Troll sprang über uns rüber und landete direkt auf den Schattenläufern, die diesem Gewicht natürlich nicht standhalten konnten. Cord sagte verwundert: „Was soll das?“ „Verschwinden wir hier!“ rief ich geistesgegenwärtig, denn der Troll drehte sich schon um. Aber es war zu spät. Der Riese ergriff uns mit einer Hand, als wollte er uns zerquetschen, doch er tat es nicht. Stattdessen setzte er uns auf einem, den Berg hochführenden Weg, hinter der Pyramide.
Keiner konnte erklären warum der Troll so gehandelt hat. Wir diskutierten den ganzen Weg bis zum See. Uns begegneten noch einige Blutfliegen und Lurker, Die wir aus der Distanz erledigten.
Nun standen wir vor dem See, in dem das zweite Stück des Papiers, der Hinweis auf das letzte Stück, das ihnen den Weg zum Schwert des Paladins zeigen würde. Das Wasser war trübe und man konnte nicht hindurchsehen. Also schwammen wir erst einmal zur gegenüberliegenden Felswand. „Am besten ist, einer taucht und sucht erstmal den Eingang zur Höhle. Dann können wir alle zusammen hineinschwimmen. Also, wer meldet sich freiwillig?“ sagte Diego.
„Ich mach das!“ meldete sich Vatras prompt. „Adanos wird mir den Weg zeigen.“ Kaum hatte er das gesagt, tauchte er schon unter und kam nach einer Minute zurück. Er wischte sich Wasser aus den Augen und sagte dann ganz aufgeregt: „Ich hab den Eingang gefunden! Gleich dort, 5 Meter unter Wasser!“ Dabei zeigte er auf eine Stelle an der Felswand. „Dann lasst uns keine Zeit verlieren!“ entschied ich.
Und so tauchten wir alle zum Eingang der Höhle und wussten dabei nicht, was uns dort erwartete.
Kapitel 5 – Der seltsame Ring
Ich war als erster unten und tauchte ein. Mir ging fast die Luft aus und zum Glück gelang ich an die Wasseroberfläche. Ich japste nach Luft und schwamm an den Rand des Beckens. Es war eine kleine Höhle und eine magische Aura, die selbst ich spürte war an diesem Ort. Ich stieg aus dem Wasser und mir war kalt, aber kaum das ich fest stand, war ich mit einemmal trocken. Diese Sachen werden immer verrückter, dachte ich. Erst jetzt bemerkte ich, dass zwei Zombies in den Raum kamen. „Na großartig.“ Murmelte ich und zog mein Schwert. Ein Zombie war direkt bei mir und ich schlug zu. Es hatte zu meiner Verwunderung nur eine kleine Ritzte hinterlassen. Darauf schlug ich heftig und mit aller Kraft zu und der Zombie hatte keine Chance. Doch der zweite schlug jetzt auf mich ein. Ich konnte die kraftvollen Hiebe nur schlecht parieren. Plötzlich stolperte ich über einen Stein und verlor mein Schwert. Mein Schicksal war besiegelt, dachte ich, als ob ich allein da wäre, denn Gorn hatte mit einem kräftigen Hieb seiner Axt. Den Zombie in zwei Teile zerteilt. „Danke!“ sagte ich und stand auf. „Keine Ursache.“ Sagte Gorn und steckte seine Axt weg. Währenddessen waren alle anderen ebenfalls herausgeklettert und Vatras und Milten unterhielten sich leise. Ich konnte nur kleine Fetzten daraus heraushören. Kurz darauf gingen wir mit gezückten Waffen durch die Tür. Weiter hinten im Raum ging eine Treppe zu einer Art Podium herauf und von dort gingen drei weitere Gänge weiter in den Fels hinein. Die, die diese Anlage erbaut haben, hatten wohl einiges auf dem Kasten gehabt, doch das war unser geringstes Problem.
Auf dem Podium schwebten 2 Skellet-Magier und Vatras fror sie schnell ein. Hinter ihnen liefen vier Skellete auf uns zu. Das war noch nicht alles. Jeweils drei weitere Zombies kamen von rechts und links. Milten warf einen Feuersturm auf die linke Zombiegruppe und Diego schoss mit dem Bogen auf die linke. Seine Pfeile waren so schnell, das man gar nicht weiß wo man hinsehen soll. Kaum hatte er einen abgeschossen, lag schon der nächste auf der Sehne.
Cord stürmte durch die Skellete auf die Magier zu, um diese zu zerstören, denn sie begannen schon wieder zu tauen. Gorn und ich stellten sich den Skelleten entgegen.
Ich sah aus den Augenwinkeln, wie ein Zombie verbrannte und wie Diegos Pfeile meistens nicht stecken blieben. Jetzt half ihm Vatras. Gorn schlug mit einem Hieb ein Skellet zu Brei.
Ich hatte allen Grund stolz auf meine Freunde zu sein. Cord war schnell im Kampf und immer ein lustiger Gesprächspartner. Gorn hatte Bärenkräfte und war ein treuer Freund. Diego hatte immer den besten Rat auf Lager, den ein Dieb nur haben kann und Vatras` und Miltens Ruhe war sehr aufbauend. Innos und Adanos waren ein ständiger Begleiter auf ihrem Weg. Ich schlug geistesabwesend einem Skellet den Kopf ab und parierte dann dessen Schlag. Ich konnte Kämpfen, das wusste ich, doch was ich nicht wusste war, warum gerade ich diese Bürde tragen musste. Warum ich? Und nicht so einen Held wie der Typ, dem ich damals in der Barriere die Minecrawlerplattenrüstung angefertigt habe? Ich wusste es schlicht und einfach nicht. „Komm!“ riss Gorn mich aus meinen Gedanken. Vier Knochenhaufen lagen zu meinen Füßen. Gorn und Cord waren schon dabei die restlichen Zombies zu erledigen. Ich wollte gerade hinzukommen, als ich sah wie sich in der Dunkelheit etwas bewegte. Auch humpelnd, wie ein Zombie, aber es war anders als die anderen. Es trug eine rostige Rüstung. Keiner von meinen Freunden bemerkte es. Es schlich sich von hinten an Cord heran. „Cord!“ Pass auf, hinter dir!“ schrie ich aus Leibeskräften und rannte so schnell ich kann auf den Zombie zu. Cord drehte sich um. Zu spät! Sein Schwert wurde ihm aus der Hand geschlagen.
Da war ich bei ihm und schlug dem Zombie den Kopf ab. Schon bei den normalen Zombies war das schwer für mich, doch dieser trug noch einen Helm.
In einer Ecke fanden wir noch eine Truhe. Sie war fast leer, mit Ausnahme von ein paar Manatränken, die sich Vatras und Milten einsteckten. „Weiter geht’s!“ sagte Diego. „Welchen Weg gehen wir?“ fragte Gorn. „Lass den Auserwählten entscheiden.“ Antwortete Vatras. „Hört auf mich so zu nennen. Nennt mich einfach beim Namen. Wir gehen zuerst links!“ sagte ich.
Und so liefen wir alle den linken Gang entlang. Eine Sackgasse. Jedoch warteten dort ein Dämon und einige Skellete auf uns. Es war ein runder Raum. Wahrscheinlich eine Art Labor. Es standen an den Wänden einige halbrunde Regale herum, in denen jedoch nichts lag. Weiter hinten standen 3 Truhen und ein alter Alchemietisch. Daneben ein seltsames Gebilde, das aus mehreren Ringen bestand, dass um ein Zentrum gedreht werden kann. Die Untoten liefen auf uns zu und der Dämon folgte ihnen. Wir stellten uns alle mutig gegen sie in einer Reihe auf. Ich stand in der Mitte. Cord und Gorn rechts neben mir und Diego links. Vatras und Milten waren ein Stück abseits. Milten feuerte einen Feuerball auf den Dämonen, was ihn anscheinend störte. Denn er flog direkt auf ihn zu. Ich konnte ihrem Kampf nicht zuschauen, denn wir hatten andere Probleme. Es waren acht Skellete. Gorn machte einen Satz nach vorne und 4 der Skellete scharten sich um ihn, als ob er Goldstücke verschenken würde. Ich wich gerade einem kräftigen Hieb aus, als ich von hinten einen dämonischen Schrei hörte. Das Zauber auf die Skellete zugeflogen kamen, bestätigte das Vatras und Milten den Dämon erledigt hatten. Plötzlich wirbelten überall Knochen herum. Gorn hatte einen Rundumschlag hingelegt. Cord und Diego zertrümmerten jeweils ein weiteres Skellet und ich schlug einem zuerst die Hände ab und am Ende glich das, was vor mir lag, einem Mehlhaufen. Das letzte Skellet wurde von Milten erledigt. „Puh. Das war ein ganzes Stück Arbeit.“ Sagte Cord. „Da stimme ich dir zu sagte ich. In der ersten Truhe war nichts zu finden. Als Vatras jedoch die zweite öffnete, holte er wortlos einen Ring heraus. „Vatras, was ist das?“ fragte Diego. „Dies ist ein alter Ring. Er ist nur in alten Legenden erwähnt. Keiner wusste ob es das wirklich gab. Den alten Schriften nach löst er die Besessenheit von Tieren, die von Beliar in Besitz genommen wurden. Außerdem bietet er einem Schutz vor den Tieren. Er ist allerdings nur im Umkreis von 20 Metern wirksam.“ Erzählte Vatras. „Diese ganzen Tiere… die waren wahrscheinlich von Beliar besessen und traten deshalb so häufig auf. Das heißt dieser Ring kann uns helfen!“ stellte ich fest. „Ja. Aber nur ein Auserwählter kann ihn tragen.“ Sagte wieder Vatras und steckte mir feierlich den Ring an einen Finger. Nichts passierte. Ob es seine magische Kraft schon verloren hatte? Wir wussten es nicht.
Kapitel 6 - Das zweite Teil
Kurze Zeit später gingen wir den mittleren Gang entlang. Nach 20 Metern wurde er größer und größer und endete schließlich in einer großen Halle. Keine Zombies, keine Skellete. Auf dem Boden vor uns waren Bodenplatten mit Buchstaben darauf. Rechts und links an den Wänden waren runde Löcher aus Messing. „Das ist wahrscheinlich das Buchstabenrätsel.“ Sagte ich, und nahm einen Stein und schleuderte ihn auf eine Bodenplatte vor mir. Aus einem Loch kam eine Feuerkugel direkt auf die Bodenplatte hinzu, auf den ich den Stein geworfen habe. „Hier brauchen wir die Buchstaben!“ rief Gorn aus. Und so hüpften wir, wie in dem Rätsel beschrieben, von Bodenplatte zu Bodenplatte, und zwar in der Reihenfolge: ZXVTRPNLJHFDB. Kein Feuerball kam auf uns zu geschossen. Wir kamen alle an der anderen Seite wieder heraus und ein weiterer Gang war in den Fels gehauen. Aus diesem kamen wieder erwarten 5 Zombies. Gorn schlug sofort einem den Kopf ab, Diego und ich kämpften gegen einen und Cord nahm es mit zweien zugleich auf. Milten verbrannte den letzten und Vatras fror ihn so ein, das das Feuer weiter loderte.
Kurz darauf traten wir in den Gang ein. Durch enge Windungen und Kurven führte er uns zu einer prächtigen Tempelhalle. Am Ende stand ein Altar mit einem vergilbten Stück Papier. Die Wände waren mit Malereien verziert. Wir liefen sofort auf den Altar zu und ich schnappte mir das Papier und wollte es lesen. Erst dann bemerkte ich, dass ich auf einer weiteren Bodenplatte stand. Eine Wand öffnete sich und heraus traten etwa 20 Skellete. „Verdammt!“ schrie ich und schaute mich hastig um. An der Wand war ein Schalter! „Kommt!“ rief ich und alle liefen mir nach. Es war unsere letzte Chance. Ich drückte den Schalter und rechts neben mir war eine Art Fenster. Es zeigte die Brücke, über die wir zuvor gegangen waren, und alles was Drumherum war. „Schnell!“ rief Milten und wir sprangen hindurch. Hinter Vatras, der als letzter kam, schloss sich das Portal und wir standen nun wieder vor der Brücke. „Ich hielt das Stück Papier immer noch fest in der Hand. „Wow. Ein Dimensionstor! Das glaubt mir Saturas nie!“ staunte Vatras. Ich zitterte und musste mich setzten. Ich starrte auf das Stück Papier.
Cord setzte sich neben mich. Er starrte ebenfalls wortlos auf das Papier. Diego hatte uns auch von hinten über die Schulter gesehen und las laut:
„Sonne, Mond, dann Sterne, zum Schluss kommt die Laterne nahe der Taverne.
Dort wo viel umgeht und doch nichts lebt. Dort wo Leben ist und doch sich nichts bewegt.
Dort sollst du finden das dritte Teil, doch suche nicht in der Flucht das Heil.
Verdammt, was heißt das?“
„Das ist der Friedhof in der Nähe der Taverne. Dort muss es irgendetwas geben.“ Sagte ich.
Kapitel 7 – Die Höhle am Friedhof
„Ein Schalterrätsel? Du bist wirklich genial, Lee.“ Wir waren wieder in der Kapelle vom Hof. Lee ließ es sich nicht nehmen auch hier zu helfen. „Ja. Am Friedhof gibt es eine Höhle und da könnte doch ein Schalterrätsel sein, das Sonne, Mond und Sterne zeigt. Natürlich ist das nur eine Vermutung…“ „Das ist es. Gut dass du da bist.“ Sagte Cord. „Ja, doch was soll heißen … doch suche dein Heil nicht in der Flucht.“ Fragte Diego. „Das werden wir noch herausfinden.“ Antwortete Gorn, ganz der Optimist.
Kurze Zeit später standen wir alle an der Taverne. „Hier in der Nähe muss es sein.“ Sagte ich. Wir gingen vorsichtig die Felswand entlang. In 20 Metern sah Diego Grabsteine. Wir sahen uns dort um. „Da ist eine Höhle!“ rief Gorn und lief sofort hin. „Nein! Warte!“ rief ich. Gorn blieb abrupt stehen und wich langsam zurück. Ein großes Skellet drängte sich aus der Höhle. Es sah aus, als ob es einmal ein Schattenläufer war. Ich zog entschlossen mein Schwert und Die anderen taten es mir gleich. Vatras und Milten ließen eine Feuerkugel in ihrer Hand erscheinen. Gorn hatte seinen Schreck überwunden und zog seine Axt. Cord, Diego und ich stellten uns neben ihn. Vatras und Milten warfen ihre Feuerbälle auf das Ungetüm. Sie explodierten und einige Knochen splitterten ab. Das Skellet war zornig und lief auf mich zu. Ich konnte kaum glauben wie schnell es war. Entschlossen hieb ich mit aller Kraft auf ihn ein. Ich hatte sein Horn abgeschlagen, doch das schien ihn nicht zu stören. Der Schmerz breitete sich aus. Das Schattenläuferskellet hatte mich voll im Magen erwischt. Ich flog durch die Luft und schrie. Ich sah aus den Augenwinkeln, das Milten einen blauen Strahl auf das Ungetüm losließ. Ich wurde bewusstlos. Der Schmerz flaute langsam ab. Ich spürte ihn nicht mehr. Ich öffnete meine Augen. Ich sah verschwommen Cord über mich gebeugt. „Verdammt, was ist passiert?“ stieß ich heraus. „Du warst eine Stunde bewusstlos.“ Antwortete mir mein Freund. „Milten hatte seine Spruchrolle Untote vernichten eingesetzt. Die war sehr wertvoll.“ Ich richtete mich langsam auf. Ich sah einen riesigen Knochenhaufen vor mir liegen. Diego und Gorn saßen am Feuer. Die beiden Magier standen etwas abseits. Cord gab mir eine Flasche Wasser und ich trank sie in einem Zug aus. „Danke!“ murmelte ich und stand stöhnend auf. Die Schmerzen kamen wieder. Nicht so stark wie vorher, aber trotzdem sank ich noch mal ein. Vatras kam und gab mir einen Heiltrank. Der Schmerz verschwand vollständig. Ich stand auf und rief: „So. Wollen wir das Rätsel mal lösen!“ Diego und Gorn kamen zu mir.
Wir gingen auf die Höhle zu und traten schließlich ein. Es waren einige Gräber zu sehen und rechts führte ein Gang entlang. Aus dem kamen, zu unserem entsetzten, 4 Zombies mit Rüstung. „Verdammt noch mal. Das wird immer schwieriger!“ rief ich mein Schwert ziehend.
Die anderen taten es mir gleich. Vatras fror einen ein und die anderen hinkten weiter auf uns zu. Ich nickte Cord zu. Schreiend stürmten wir gemeinsam auf sie zu und Diego und Gorn folgten. Die Zombies hatten wohl so was nicht erwartet und sie wichen langsam zurück. Ich schlug heftig auf einen Zombie ein. Ich sah meine Chance. Sein Gesicht war ungedeckt. Ich stieß mein Schwert mit aller Kraft hinein. Ein unmenschliches Brüllen kam aus ihnen heraus und blaues Licht drang aus der Wunde. Gorn hieb einem anderen den Kopf ab. Die Zombies kamen gar nicht dazu, sich zu wehren geschweige denn einen Schlag zu führen. Bald waren alle besiegt und wir folgten den Gang, aus dem Sie kamen. „Tja. Pech.“ Sagte Diego. Wir stießen an ein Gitter. Dahinter sah ich eine große Höhle. „Und keine Schalter. Hatte Lee doch nicht recht?“ fragte sich Cord. „Gehen wir noch mal zurück.“ Sagte ich. Und so gingen wir wieder in die Höhle mit den Grabsteinen.
Kapitel 8 – Das dritte Teil
Wir untersuchten die Grabsteine. Tatsächlich. „Hey, hier ist eine Sonne!“ rief ich begeistert. „Und hier ist ein Mond“, sagte Gorn und eilte zum nächsten Stein, „und hier Sterne.“ Vatras setzte hinzu: „Und hier ist die Laterne.“ „Das heißt, das wir die Grabsteine drücken müssen, oder so.“ sagte Diego. Ich stieß das Sonnensymbol an und es sank ein wenig ein. Gorn drückte den Mond und die Sterne und Milten die Laterne. Aus dem Gang war ein merkwürdiges Geräusch zu hören. „Das Gitter ist auf!“ sagte Diego und wir alle rannten durch den Gang. Wir kamen in die große Höhle. An deren Enden war ein Gang. Die Höhle war keine 2 Meter hoch, wir konnten aber noch aufrecht stehen. 10 Meter in der Breite und 50 in der Länge maß die Höhle ungefähr. Plötzlich kamen aus dem Gang hunderte von Skelleten und liefen in Reih und Glied auf uns zu. Cord wollte wegrennen, doch ich hielt ihn am Arm. „Doch suche nicht in der Flucht das Heil.“ Sagte ich. Ich zog mein Schwert und ging auf den Haufen los. Ich erwartete, dass mein Schwert auf die Knochen prallen würde, doch es ging glatt hindurch!!! Das Skellet verschwand. Ich schlug auf ein anderes und es verschwand ebenfalls. Ein Skellet schlug mit seinem Zweihänder auf mich, und das Schwert ging durch mich durch! „Das sind Illusionen!“ rief ich erstaunt. „Diese Reise wird immer wunderlicher.“ Sagte Gorn.
Es dauerte nicht lange, da hatten wir alle Illusionen „besiegt“ und wir gingen weiter den dunklen Gang entlang. Vatras und Milten zauberten je ein magisches Licht, das über ihren Köpfen erstrahlte.
Der Gang wand sich wie eine Schlange. Durch die Lichter war es hell. Bald kamen wir wieder an ein verschlossenes Gitter. „Verdammt!“ stieß Gorn aus und schlug zornig gegen die Wand. Er fiel hindurch! Gleichzeitig kam er auf der anderen Seite des Gitters wieder aus der Wand raus. „Hä?“ sagte Cord und fasste mit der Hand in die Wand. Er sah sie auf der anderen Seite aus der Wand gucken. „Das ganze hier ist wahrscheinlich ein Illusionspalast. Aber sicher werden noch einige Untote uns erwarten.“ Stellte ich fest. Wir gingen alle durch das Portal. Es war wie Wasser, das sich über uns legte und dann wieder verschwand. Es war ein unglaubliches Gefühl. Wir standen jetzt in einer großen, dunklen Höhle. Ich zupfte an Vatras Robe und starrte angsterfüllt in die Dunkelheit. Ich hatte ein schauben gehört. Ein Schnauben, das ich sofort identifizieren konnte. Cipher hatte mir davon erzählt. Vatras erneuerte sein Licht und wir starrten alle auf das Monster. Es war ein Drache!!! Ein kleinerer und er sah wie ein Felsbrocken aus. Ich hatte von Dracheneiern gehört, die übers Land verteilt wurden. Dieser war einer, der geschlüpft ist. Ich riss mich zusammen und schüttelte den Kopf. Ich zog langsam mein Schwert. „Du willst doch nicht gegen den kämpfen, oder? Ich sag immer: Halt dich von allem fern, was nach Drache aussieht.“ Das war Diego. Ich spürte wie er zitterte. Ich hielt mein Schwert immer noch fest. Wir machten uns bereit. „Endlich mal Action hier!“ rief Gorn. Er würde es wahrscheinlich mit drei Drachen gleichzeitig aufnehmen wollen. „Na dann mal los.“ Flüsterte ich und wir liefen alle auf den Drachen zu. Vatras versuchte, den Drachen einzufrieren, doch es gelang ihm nicht. Miltens Feuerball hinterließ nicht mal einen schwarzen Fleck. Ich konnte gerade noch einem Feuerball ausweichen. Ich nahm meinen Bogen und zielte auf ein Auge. Ich traf. Der Drache war nun auf einem Auge blind. Wir hatten einen Vorteil: Der Drache konnte sich nicht gut bewegen. Gorn lief um das Monstrum herum und landete immer wieder harte Schläge auf die gleiche Stelle. Es brauchte nicht lang, bis er den Panzer durchbrochen hatte und ein kleines Rinnsal Blut quoll aus der Wunde des Drachens. Wir waren so schnell, das das Monstrum uns nicht erwischen konnte. Dann schoss er völlig unerwartet einen Feuerball auf Milten ab. Dessen Robe ging in Flammen auf. Vatras löschte das Feuer sofort mit einem Geysir, den er vor Milten aufsprudeln ließ. Danach schoss es einen Blitzschlag direkt in die kleine Wunde hinein, die Gorn dem Drachen zugefügt hatte. Ich konnte den Schmerz beinahe fühlen, den das Monster erleiden musste und es senkte seinen Kopf und krümmte sich. Diese Chance nutzten wir und wir hämmerten auf dem Hals rum. Als Cord zum dritten Mal schlug, sprangen die Schuppen weg und ich versenkte mein Schwert in den Hals des Ungetüms und zog es wieder heraus. Den Rest besorgte Gorn. Er holte aus und schlug zu. Der Drache blieb reglos liegen. Mir lief der Schweiß aus allen Poren meines Körpers und ich zitterte so sehr, das ich mich hinlegen musste. „Wir haben einen Drachen besiegt.“ Murmelte ich immer wieder vor mir her.
Kapitel 9 – Die Suche nach dem Schwert
Es dauerte wohl noch einige Stunden bis ich und meine Gefährten Wieder halbwegs auf den Beinen waren. Immer noch benommen schlurften wir aus dem Gewölbe. Bald standen wir an Orlans Taverne und gingen weiter, fast als wären wir Zombies. Ich merkte kaum, dass es schon begann zu dämmern. Bald kamen wir auf dem Hof an. Ich hatte das letzte Stück Papier in meiner Tasche, doch ich war zu schwach um sie zu lesen. Ich fiel ins Bett und schlief sofort ein.
Der nächste Morgen kam, und Innos schenkte uns Sonnenschein. Ich streckte mi8ch und ich vergaß, welche Aufgabe noch vor mir lag. Cord war es, der mich zurückholte. „Hey, kommst du nun Frühstücken? Danach müssen wir uns wieder in der Kapelle besprechen!“ Erst jetzt fiel mir die Sache wieder ein, und mein Magen knurrte laut. „Ja, ich komme.“ Sagte ich und wir gingen gemeinsam zum Frühstück. Es gab einen Schinken, Reichlich Wein und anderes gutes Zeug. Irgendwie muss Thekla mitgekriegt haben, was wir gemacht haben, denn das gab es noch nie. Später trafen wir uns in der Kapelle.
„Das ist ja einfach!“ stieß Lee aus, der natürlich wieder dabei war. „Meinst du? Ich sehe da nicht durch.“ Meinte Gorn. Wir alle brüteten über dem Zettel, auf dem stand: „Das Schwert ist dort, wo ihr schon wart und etwas wolltet, doch zu dieser Zeit nicht konntet. Jetzt ist es soweit, geht dorthin und schwört den Eid des Tempels. „Na klar! Vatras, du hast mir doch erzählt, das du die alten Ruinen erforschen wolltest, aber nicht konntest.“ Sagte Lee. „Aber was soll der `Eid des Tempels´ sein?“ fragte ich skeptisch. „Hier steht kein Hinweis drauf. Vielleicht finden wir dort etwas?“ erwiderte Diego, ganz der Schlaue. „Dann, lasst uns keine Zeit verlieren und lasst uns sofort aufbrechen.“ Sagte Vatras.
Wir gingen also den Weg, den wir schon einmal gegangen waren. Wir kamen an der Taverne, an mehreren Innos-Schreinen und am berüchtigten Platz der Steine. Wir liefen vorsichtig über die Holzbrücke, Die Gorn letztes Mal fast das Leben gekostet hatte. Die rechte Abzweigung, die folgte, nahmen wir ebenfalls. Hier sind wir vor nicht allzu langer Zeit auch mal vorbeigekommen. Doch jetzt konnten, nein, wir MUSSTEN hier alles durchsuchen. Auf der Reise hatten wir kein Wort gewechselt. Jetzt sprach Vatras mit ehrfürchtiger, flüsternder Stimme: „Wer das hier alles wohl erbaut hat.“ „Wir gehen zuerst die Pyramide hoch.“ Sagte ich. Kaum dort oben angekommen, kletterte Diego auf das Dach des kleinen Häuschens, das dort aus Stein gebaut stand. Er sah sich um. Dann erzählte er uns: „Hier, zu diesem Talkessel, gibt es zwei Zugänge. Der eine, wo wir reingekommen sind, und ein anderer, der dort hinten ist.“ Dabei deutete er hinter die Pyramide. Danach sprang er mit Schwung wieder herunter. Ich starrte in die Luft. Dort flog ein Stück Papier. Wahrscheinlich wurde es durch eine Windbö heruntergeblasen. Ich fing es in der Luft und Milten schaute mir über die Schulter. „Was ist das für eine Sprache?“ fragte er. Auch Vatras wusste keine Antwort. Ich besah mir das Schriftstück genauer. Dort stand etwas, ich wusste nicht warum, aber ich konnte die merkwürdigen Hieroglyphen entziffern. „Karosch lafak darals ferum zabang schelarmde.“ Rief ich laut. Meine Freunde blickten mich erwundert an. „Was hast du gesagt?“
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